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BeitragVerfasst: 12 Jun 2014, 09:48 
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Band 1 - Teil 2 Angelique - Der Weg nach Versailles

ORIGINAL: Angélique, le Chemin de Versailles, 1956


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BeitragVerfasst: 05 Mär 2016, 12:17 
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Die Blumenfrauen des Pont-Neuf ließen sich hier am frühen Morgen nieder. Während die jüngeren sich mit ihren Körben geschickt durch die Menge schlängelten und ihre duftende Ware anboten, bewachten die älteren im Schatten der Sonnenschirme ihre festen Stände.
Eine dieser Frauen forderte Angélique auf, ihr beim Blumenbinden zu helfen, und da sie sich ihrer Aufgabe mit Geschmack entledigte, gab sie ihr zwanzig Sols.


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Dann kam der Poet. In dem Film.
In dem Buch kam der Poet zuerst und erst danach war Angelique bei den Blumenfrauen. :agree: ;)


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BeitragVerfasst: 20 Mär 2016, 11:00 
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Band 1 - Teil 2 Angelique - Der Weg nach Versailles

Angélique findet nach der Hinrichtung ihres Ehemanns, Jeoffrey de Peyrac, Unterschlupf bei Gaunern am „Hof der Wunder“. Es stellt sich heraus, dass der Bandenführer Calembredaine ihr Freund Nicolas aus ihrer Kindheit ist.
Durch seine Hilfe findet auch Angélique ihre Kinder wieder, die ihr nach der Verhaftung des Grafen Peyrac genommen wurden. Nach einem Kampf von zwei konkurrierenden Gaunerbanden verschwindet Calembredaine. Angélique wird verhaftet und ins Châtelet gebracht. Dort bittet sie den Capitaine, sie gehen zu lassen, um ihre Kinder aus der Gewalt der Gauner zu retten.

Barbe arbeitet in einem heruntergekommenen Gasthof, in dem Angélique und ihre Kinder Unterschlupf finden. Bald kann sie den Eigentümer, Maître Bourjus, davon überzeugen, den Gasthof zu renovieren und ihn umzubenennen.

Der Gasthof wird bald zum Roten Maske umbenannt. Ein großer Erfolg, und immer mehr vornehme Gäste und auch Adelige verkehren darin.
Eines Tages trifft sie dort ihren alten Feind, Monsieur, den Bruder des Königs, begleitet von seinen Adligen. Die adelige Truppe zündet in Alkohollaune den Gasthof an, und Angélique schwört Rache. Mit Hilfe des Schmutzpoeten verfasst sie Pamphlete, die in Paris verteilt werden und immer einen adeligen Brandstifter preisgeben. Daraufhin sendet der König seinen besten Polizisten zu ihr, Desgrez, den ehemaligen Rechtsanwalt von Jeoffrey de Peyrac. Der verspricht ihr eine Lizenz, um in Paris Schokolade verkaufen zu können und 50.000 Livres als Entschädigung für den Verlust des Gasthofs. Die Bedingung ist, dass das Verteilen der Pamphlete eingestellt wird, damit der Name des Bruders des Königs nicht an die Öffentlichkeit gerät.

Durch ihrer neuen Einrichtung - einer Schokolaterie wird sie reich. Im Garten vom Tuileries trifft Angélique dann auf ihren Cousin Philippe de Plessis-Bellière.
Angélique will, dass er sie heiratet. Deshalb erpresst sie ihn mit einem alten Geheimnis, in dem auch der Vater von Philippe und mehrere Aristokraten verwickelt waren. Dieses Geheimnis ist ein Giftfläschchen, das für den König bestimmt war. Angélique hatte damals das Fläschchen versteckt. Schließlich sieht sich Philippe gezwungen, sie zu heiraten.


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BeitragVerfasst: 20 Mär 2016, 11:04 
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Im Jahre 1663 nützte Angélique die zwangsläufige Muße der Fastenzeit, um drei Pläne zu verwirklichen, die ihr am Herzen lagen. Zunächst einmal zog sie um. Sie hatte das enge und laute Viertel im Schatten des Grand Châtelet nie gemocht, durch das die Schreie des Schlachtviehs gellten und das nach Fleisch, Fisch und allen möglichen Abfällen stank. Sie fand im schönen Marais-Bezirk eine zweistöckige Pförtnerwohnung mit drei Räumen, die ihr wie ein Palast vorkam.

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BeitragVerfasst: 25 Nov 2016, 13:27 
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Ein paar Schritte von ihnen, im Rahmen eines Grünhains, stand ein hochgewachsener junger Mann. Er lehnte sich lässig gegen den Fundament einer Marmorstatue. Er war von bemerkenswerter Schönheit, noch perfektioniert durch die Auswahl seiner Kleidung. Sein Mantel aus mandelgrünem Samt wurde mit Goldstickerei mit Vögeln und Blumen Motiven verziert. Es war ein bisschen extravagant, aber schön wie der Kostüm des Frühlings. Ein weißer Filzhut, mit grünen Federn geschmückt, bedeckte seine Perücke aus reichem blondem Haar.
Umrahmt vom seinen langen Locken, strahlte sein, ein wenig gepudertes Gesicht in rosa und weiß, geschmückt mit einem hellen Schnurrbart wie mit einem dünnen Pinsel gezeichnet. Seine Augen waren groß und von einem klarem Blau, welcher in dem Schatten der Blätter unter den Bäumen ein bisschen grünlich wirkte. Sein Gesicht blieb unbewegt, und seine Augen blinzelten nicht ein einziger mal. Träumte er? Meditierte? ... Seine blauen Augen schienen leer wie die eines Blinden. Der regungslose, kalte Blick war kalt wie der einer Schlange. Der Fremde schien nicht zu wissen, um das Interesse, das er geweckt hat.

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Angelique und die Madame de Parajonc waren in Tuileriengarten spazieren. Den hübschen jungen Mann hat Angelique nicht gleich erkannt: Aus dem fehlenden Teil des erstes Buches Angelique, DIE DAMEN VON MARAIS, wo die deutsche Ausgabe gleich mehrere Kapitels ausgelassen hat.
Bild: Umschlag Japanische Integrale Ausgabe von Angelique aus dem Jahr 2013

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Palais des Tuileries und Jardin des Tuileries Ende des 17. Jahrhunderts:

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BeitragVerfasst: 18 Apr 2018, 13:46 
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Der Wagen drehte sich im Hof des Hotel du Beautreillis.
Angelique klettert auf die Marmortreppe. Jedes Detail dieser harmonischen und klaren Wohnung sprach zu ihm von Joffrey de Peyrac. Er hatte diese weichen Linien wie Ranken aus schmiedeeisernen Ranken aus Balkonen und Geländern gewollt, diese mit Gold überzogenen Friese aus geschnitztem Holz umrahmten die hohen glatten Flächen aus Marmor oder Eis, diese Statuen und Büsten, diese Tiere und Steinvögel, überall präsent als die liebenswürdigen Genies eines glücklichen Heims.


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BeitragVerfasst: 12 Mai 2018, 20:35 
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Angelique und Ihr Bruder:
»Raymond, woher hast du erfahren, dass ich im Hôtel du Beautreillis unter dem Namen Madame Morens lebe?«

»Es ist mir nicht schwergefallen, dich ausfindig zu machen. Ich bewundere dich, Angélique. Die furchtbare Geschichte, deren Opfer du gewesen bist, liegt nun weit zurück.«
»Doch nicht so sehr weit«, seufzte sie in bitterem Ton, »da ich mich noch nicht wieder in der Gesellschaft zeigen kann. Viele Adlige von niedrigerer Herkunft als ich betrachten mich als emporgekommene Schokoladenhändlerin. Ich werde weder an den Hof zurückkehren noch nach Versailles gehen können.«

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BeitragVerfasst: 12 Mai 2018, 20:37 
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Angelique gab dem Palast Beautreillis einen neuen Glanz.
Die Salons spiegelten barocke Lebenslust wider, Künstler und das „who is who“ der damaligen feinen Gesellschaft gingen im Palais ein und aus, rauschende Feste wurden gefeiert.

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BeitragVerfasst: 23 Sep 2018, 09:01 
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Angélique dachte plötzlich an Philippe, und sie
fühlte sich bei diesem neuen Gedanken erröten. Ihn heiraten? Marquise du Plessis-Bellière? Das wäre wunderbar …
»Warum habe ich nicht schon früher daran gedacht

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Madame Morens will ihre Titeln zurück: Sie ist jung. Schön und reich, aber: Viele Adlige von niedrigerer Herkunft als ich betrachten sie als emporgekommene Schokoladenhändlerin. Sie kann weder an den Hof zurückkehren noch nach Versailles gehen. Da hilft nur eins: Sie muss einen großen Namen heiraten.

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„Ninon, redet nicht wie eine Großmutter! Das steht Euch nicht.“
„Ich muss schon einen Großmutterton annehmen, um Euch ein wenig zu schelten, Angélique. Denn ich habe Angst, dass Ihr Euch verirrt …
… „Angélique, Liebste, Ihr, die Ihr wisst, was eine große Liebe ist, werdet mir nicht sagen wollen, dass Ihr in Philippe verliebt seid! Er ist Euch viel zu fern. Er würde Euch mehr als jeder andere enttäuschen.“

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